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Zeigt die Ottostadt Magdeburg Interesse an neuer Rathauspost?

„Erfahrungen statt Experimente“ (Wahlplakat Prof. Willingmann):
Ohne Vergangenheit keine Zukuft

Der Weg zum Magdeburger Rathaus ist für Freimut Hengst, Medienmacher im aktiven Ruhestand, nicht neu. Der studierte Dipl-Ing. und SKET-Betriebsratssprecher (bis Ende 1996) wählte 1997 den Weg in die Selbstständigkeit, um seine Überzeugung in die Tat umzusetzen, dass eine wirkugsvolle Öffentlichkeitsarbeit die Welt verbessern könne.

Alles begann mit der Umsetzung des Wunsches der Bürgerinitiative Olvenstedt, den OLVENSTEDTER zu produzieren, um das Image des Stadtteils aufzupolieren. Damals war Willi Polte, der frühere Seminargruppenberater von Freimut Hengst, noch OB. Dr. Lutz Trümper und Rainer Nitsche hatten jedoch als Stadträte schnell mitwirkendes Interesse und offene Türen signailisiert. Über die Nutzung eines Zeitungsprojektes der WOBAU und anderer Magdeburger Wohnungsanbieter für ihre Interessen gelang der Start einer GbR und späteren GmbH.

Seit 2009 konzentrierte sich der Fokus auf die medienwirksame Spiegelung wirtschaftlicher Themen und Unternehmensinteressen. Auf Basis einer Fake-Stellenausschreibung eines Braunschweiger Verlages (später in der FUNKE-Mediengruppe) mündete das Stellenangebot in einem Handelsvertretervertrag.

Der IHK Magdeburg war an einer direkten Zusammenarbeit nicht gelegen. Ihre Verträge zur Produktion ihrer Mitgliederzeitschrift stammten noch aus der Wendezeit, als man dankbar war, als IHK-Startup das Verlags-Know-how einer Braunschweiger Druckerei nutzen zu können, die auf die Herstellung der Braunschweiger Zeitschrift als Referenz verweisen konnte.

Trotzdem gelang es Freimut Hengst als Freiberufler, dass sich in monatlichen Sonderveröffentlichungen in der Magdeburger IHK-Zeitschrift „DER MARKT IN MITTELDEUTSCHLAND“ kleine und große Unternehmen präsentierten und mit Werbung auf ihre Leistungen aufmerksam machten. Das kam auch indirekt der IHK zugute und mit den Provisionszahlungen konnte das Engagagement auch zum Lebensunterhalt von Freimut Hengst beigetragen.

Bereits 2014 erkannte Freimut Hengst die Sackgasse der Printmedienwelt und trat parallel zur Mitwirkung am IHK-Magazin als Herausgeber des Onlinemagazins WIRTSCHAFTSPOST in Erscheinung. Das Produkt, das anfangs nur ein monatliches PDF-Magazin war – wie auch das Überbleibsel der Magdeburger IHK-Zeitschrift bis heute noch – entwickelte sich bald zu einem Kommuniationsplattform für Unternehmen aus ganz Mitteldeutschland, denn gedruckte IHK-ZeItschriften waren längst ein Auslaufmodell. Nachdem sich die IHKs auf den Krisenmodus eingestellt hatten und nur noch Kosten sparen wollten, ließen sich auch immer mehr Unternehmer von dieser Stimmung anstecken. Sie warteten auf eine hilfreiche Wirtschaftspolitik, reduzierten ihre Öffentlichkeitsrbeit auf sporadische Pressemitteilungen und hatten ihre Werbebudgets schon seit CORONA eingefroren.

Rückläufige Werbeeinnahmen und unerfülbar höhere Zuzahlungswünsche gegenüber der IHK führten dazu, dass Funke Mediengruppe und IHK Magdeburg alsbald die Zusammenarbeit beendeten.

Nachdem der Bauer-Verlag schon Anfang des neuen Jahrhunderts Stadtteilausgaben seines Anzeigenblattes aus dem Boden gestampft hatte, um den Magdeburger Stadtteilzeitungen das Wasser abzugraben, scheiterten die Versuche, das Onlinemagazin WIRTSCHAFTSPOST der FUNKE Mediengruppe oder der IHK Magdeburg zur Nachnutzung anzubieten – an Unflexibilität, passiven Sparstrategien sowie auch an Ignoranz der Protagonisten.

Durch die verstörten Krisenreaktionen der Unternehmer und mit dem Ausfall des Geschäftsfeldes „IHK-Magazin“ war die erste Agentur für Journalismus, Internet und Marketing bald nicht mehr sehr attraktiv.

Zurück in die Gegenwart

Freimut Hengst wurde am 20. Juli 2026 auf eine Pressemitteilung der Landeshauptstadt aufmerksam: „Ottostadt-Verfügungsfonds macht Ideen für Magdeburg sichtbar“

Das zu erwartende Missverständnis bestand zunächst darin, dass Freimut Hengst meinte, die Stadt wolle selbst mehr für ihre eigene Sichtbarkeit tun. Doch in einem kurzen Telefonat mit Marisa Böttge vom Wirtshaftsdezernat wurde schnell deutlich, dass die Stadt nur bereit sei, die Marke „Ottostadt Magdeburg“ für die Stärken und die Geschichten von Magdeburger Akteuren zur Mitnutzung mit einem Werbekostenzuschuss anzubieten: Zum Beispiel mit einem Druckkostenzuschuss für Flyer oder Plakaten mit dem ansprechenden Slogan, wenn das Konzept dahinter überzeugt.

Erster Versuch gescheitert: WIPO-Initiative im Dezernat 3 durchgefallen

Das Konzept von Freimut Hengst dahinter ist fast genau zwei Jahre alt. Am 2. Oktober 2024 hatte er Sandra Yvonne Stieger (Beigeordnete der Landeshauptadt für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit) in Form einer Initiativbewerbung angeboten, sein Onlinemagazin WIRTSCHAFTSPOSTWIPO für Mitteldeutschland“ zukünftig nur noch als eine reine Magdeburger Initiative – als Magdeburger WIRTCHAFTSPOST – zu nutzen, dafür zu optimieren sowie die Daten als mittlerweile Aktivrentner einzupflegen.

Er hatte angeregt, die die innovative digitale Kommunikationsarchitektur mit

  • regelmäßig erscheinendem Magazin im PDF-Format und NEWSLETTER zu jeder Ausgabe
  • NEWSBOX für tagaktuelle Meldungen
  • INTERVIEWBOX für authentischen Wortmeldungen von interessanten Persönlichkeiten
  • TERMINBOX zur Vorankündigung von Veranstaltungen
    und
  • VIDEOBOX für bewegte und bewegende Bilder

für sich zu entdecken.

Die Bitte, das Anliegen ernst zu nehmen und die Potentiale der Initiative zu erkennen, konterte Frau Stieger damals noch mit dem Hinweis auf bestehende Kommunikationskanäle der Stadt und mit dem Argument „redundante Strukturen aufzubauen, sei weder inhaltlich noch finanziell zielführend“.

Die Aufforderung zur Einreichung einer Initiativbewerbung über Interamt bei der Stadt Magdeburg entsprach damals nicht der von Freimut Hengst erwarteten Reaktion.

Tatsächlich leidet die Landeshauptstadt schon seit Jahren unter einem angespannten Hausshalt und hat durch den Sparzwang zahlreiche unbesetzte Stellen – auch im Kommunikationsbereich – teilte Pressesprecher Michael Reif im Juli 2026 mit. Damit braucht es wohl eines Wunders oder eines überzeugenden Finanzierungskonzeptes, die Visionen und Potentiale des Konzeptes von Freimut Hengst doch noch zu verwirklichen.

Retten kommunale Magdeburger Unternehmen und weitere Partner die Idee der Rathauspost?

Die Erinnerung an das ursprüngliche Finanzierungskonzept der Stadtteilzeitung OLVENSTEDTER – das z.B. die WOBAU zur Information der Olvenstedter Einwohner nutzen wollte – könnte ein Ansatzpunkt für die Lösung des Problems werden.

Man stelle sich vor, die Landeshauptstadt selbst, Stadtsparkasse, WOBAU, SWM und MDCC, MVB und Zoo sowie der Magdeburger Hafen und natürlich die KID als möglicher IT-Partner würden ihre eigenen Infokanäle zugunsten eines gemeinsamen strategischen Internetprojektes einschränken, um in einer neuen „Ratspost“ (RAPO) ihre Mitteilungen und Informationenzu veröffentlichen (Modell digitales Amtsblatt oder Bürgerinformationssystem BIS).

In der Newsbox des neuen Magdeburger Onlinemagazins Rathauspost (MARAPO) könnten die Magdeburger und weltweiten Beobachter der Landeshauptstadt täglich aktuell ganz oben Presseinformationen mit Fotos lesen, z. B. dass

  • die Landeshauptstadt Gespräche mit neuen Investoren und Startupps für das Intelgelände anbahnt,
  • WOBAU UND SWM trotz Havarien intensiv an der Realisierung des Fernwärmekonzeptes für die Hugo-Junkers-Allee arbeiten und informieren wie und in welchem Jahr die Anwohnen davon profitieren werden?
  • die MVB leere große Busse durch kleinere komfortablere Fahrzeuge und weitere Straßenbahnen ersetzt, die bald über die Tangentenbrücken rasen dürfen, aber auch, dass junge ausländische Busfahrer zu Führern umweltfreundlcher Personenbeförderungsfahrräder umgeschult werden,
  • Zootierpatenschaften in Leasingverträge mit Lieblingstieren umgewandelt werden können,
  • die städtische Kita „Waldwuffel“ und andere Einrichtung saniert werden sollen, wenn das Sondervermögen zum Einsatz kommen könnte und
  • der Klima-Puzzle-Workshop in der Stadtbibliothek Magdeburg bereits zu praktikablen Ideen geführt hat, die Fahrradstadt Magdeburg noch grüner zu gestalten, oder
  • die Sparkasse MagdeBurg als Vorreiter in Deutschland einen Weg aufzeigt, dass gerade solche Menschen nicht völlig auf Bargeld verzichten müssen, die keinen Zugang zu den digitalen Lösungen finden, um per App oder online zu bezahlen,
  • die Regionalmanager des Wirtschaftsdezernats in ihren Stadtteilen selbst Firmen geründet haben, um anderen poteniellen Existenzgründern nachzuweisen, dass sich der Mut zu dieser Entscheidung lohnen könnte,
  • oder die Bürgerbüros sowie die Stadtteilbibliothek und ihre Außenstellen täglich gedruckte Exemplare der neuen Magdeburger Rathauspost gegen Spenden für die Landeshauptstadt an Online-gehandicapte Bürger verteilten.

In der INTERVIEWBOX gäbe es Gespräche mit Beigeordneten und kommunalen Geschäftsführern sowie mit Unternehmern, Investoren und Magdeburger Bürgerinnen und Bürgern. Und in der VIDEOBOX würde Events live gestreamt, die vorher in der TERMINBOX angekündigt worden sind.

Zur finanziellen und gesellschaftsrechtlichen Umsetzung des Konzeptes schlägt Freimut Hengst die Gründung einer kommunalen Genossenschaft nach dem Vorbild der KITU der KID vor, die unter Mitwirkung ihrer Mitglieder die Transformation der WIRTSCHAFTSPOST in die MAGDEBURGER RATSPOST gestaltet und die Konditionen mit internen und externen Partnern vertraglich regelt.

Damit ergäbe sich auch ein möglicher Weg für die Akquirierung von Einnahmequellen, die das Projekt selbst tragfähig machen und vielleicht sogar der Magdeburger Haushaltsperre entgegenwirken könnten.

Das Ziel wäre vielleicht erreicht, wenn sich andere Städte und Medienvertreter für das Magdeburger RATHAUSPOST-Modell interssieren, darüber berichten und danach fagen, ob eine Franchise-Lösung möglich wäre. Ähnliche Expansionsgedanken kennen wir bespielsweise von den Städtischen Werken Magdeburg und deren Tochtergesellschaft MDCC, die ihre Leistungen über die Grenzen von Magdeburg hinaus anbieten.

Fazit: „Das alles und noch viel mehr könnten Sie bekommen, wenn Freimut Hengst der Medienpartner der Landeshauptstadt Magdeburg wär‘.

Freimut Hengst: Medienmacher im aktiven Ruhestand

Die 1. Agentur für Journalismus, Internet und Marketing wurde vorrübergehend auf Eis gelegt. Mit der Gewerbeabmeldung zum 31. Dezember 2024 reagierte Freimut Hengst auf das passive Kommunkationsverhalten der deutschen Wirtschaft infolge der Krisenstaffel und trat zunächst in den aktiven Ruhenstand ein.

Das Onlinemagazin Wirtschaftspost und andere Projekte bleiben im Netz und können jeder Zeit reaktiviert werden.

Das letzte WIPO-Magazin erschien im April 2024 und berichtete über die Leipziger Messe und zahlreiche andere Dienstleistungsinitiativen.

Die komplette letzte WIPO-Ausgabe als Web-PDF finden Sie hier.

U. U. strebt Freimut Hengst eine neue Beschäftigung in Form einer Aktivrente an, um die jahrelangen Leistungen und Erfahrungen in der Medienbranche in eine neue Tätigkeit einfließen zu lassen.

Oktober 2024:
Tagebuch von Freimut Hengst erschienen

Pflichtlektüre für Menschen, die auch nicht ins Heim wollen und ihre Angehörigen sowie für die Gesundheits- und Pflegebranche!
Sie können den Blog im Internet verfolgen.

Tagebuch Teil I und /oder Teil II hier per E-Mail bestellen: freimut.hengst@1ajim.de

Preis je Exemplar – direkt vom Autor: 9,90 €

Link auf ein Tätigkeitsprotokoll eines Mustermonats zur Umsorgung der 91-jährigen Ruth M. Um ähnliche Leistungen könnten die Angehörigen anderer Seniorinnen und Senioren entlastet werden, wenn der Aufwand zu groß wird.



„Was (wer) in den Medien nicht präsent ist, ist auch in unserer Gesellschaft nicht präsent.“

Leitspruch von Freimut Hengst seit 1997